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Landwirtschaft und Naturhaushalt brauchen einander
Die sichere Nahrungsversorgung der Menschen und zunehmend auch die Erzeugung nachwachsender Rohstoffe und erneuerbarer Energien sind Kernaufgaben der modernen Landwirtschaft. Dauerhaft können diese Aufgaben jedoch nur erfüllt werden, wenn dabei die verfügbaren natürlichen Ressourcen geschont werden. Die vielfältigen Agrarlandschaften, die auch Lebensraum für Tiere und Pflanzen sind, müssen erhalten bleiben.
Boden, Wasser, Luft und verschiedene Tier- und Pflanzenarten bilden den Naturhaushalt, in und von dem wir leben. Diese Elemente sind miteinander vernetzt und bedingen einander. So sorgen Bodenorganismen für die Humusbildung und die Wasserhaltefähigkeit des Bodens, Bienen bestäuben Blüten, Nützlinge halten Schädlinge in Schach. Sie alle übernehmen wichtige ökologische Funktionen für die Landwirtschaft. Aber auch die Kulturpflanzen und Nutztiere selbst sind Elemente der biologischen Vielfalt.
Nachhaltige Landwirtschaft nutzt den Naturhaushalt und trägt gleichzeitig dazu bei, ihn zu erhalten. Die empfindliche Balance zwischen Erhalten und Nutzen ist nicht statisch. Sie muss immer wieder neu justiert werden, wenn Landwirtschaft sich weiterentwickelt. Daher sind Innovationen nötig, die nicht nur technische, sondern auch ökologische und konzeptionelle Lösungen bieten. Gefragt sind technische Neuerungen wie computergestützte Steuerung von Landmaschinen (Precision Farming) oder driftreduzierende Düsen bei der Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln. Ebenso wichtig sind innovative Forschungsmethoden in der Pflanzenzüchtung oder bei der Entwicklung neuer Pflanzenschutzmittel. Zu den guten Beispielen für ganzheitliche ökologische Ansätze gehören das Biotopmanagement wie die Anlage von Blühstreifen für Blüten besuchende Insekten und andere finanziell geförderte Agrarumweltmaßnahmen.
Die absehbaren globalen Herausforderungen für die Landwirtschaft wie Klimawandel, Bevölkerungszunahme und Ressourcenknappheit – auch an landwirtschaftlich nutzbarer Fläche – werden vor deutschen Grenzen nicht halt machen. Deshalb ist Innovation ebenso unverzichtbar wie die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, die sie ermöglichen – um unseren Naturhaushalt bestmöglich zu schützen.
>> Broschüre "Landwirtschaft und Naturhaushalt - Balance durch Innovation"




