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07.01.10

Export von deutschen Qualitätsprodukten in alle Welt

Deutschlands Agrarexporte – eine oft übersehene Erfolgsgeschichte

Deutschland ist trotz Wirtschaftskrise nach wie vor ein Weltmeister beim Export. Fahrzeuge, Maschinen, chemische Produkte – die Liste der Exportschlager ist lang. 2008 hat Deutschland Waren im Wert von beinahe 1.500 Milliarden Dollar exportiert und lag damit sogar noch vor China. Aufgrund der Weltwirtschaftkrise wird für das Jahr 2009 zwar ein starker Einbruch prognostiziert, aber für 2010 wird wieder Wachstum erwartet.

Was viele jedoch nicht wissen: auch die deutschen Agrarexporte sind Erfolgsgeschichten auf den Weltmärkten. Deutsche Agrarausfuhren erreichten 2008 einen neuen Rekordwert und stiegen auf rund 50 Milliarden Euro (knapp 90 Milliarden Dollar). Somit war Deutschland 2008 der drittgrößte Agrarexporteur der Welt.

Das Spektrum deutscher Agrarexporte reicht von „klassischen“ Produkten wie Getreide und Milchpulver bis hin zu hochwertigen Qualitätserzeugnissen wie Weine, Edelfleisch (z.B. Filets) und Milchprodukten wie Käse und Joghurts.

In welche Länder gehen unsere Agrarexporte?

Die traditionellen Exportmärkte für deutsche Agrarerzeugnisse sind die anderen EU-Staaten. Rund 80% der Agrarprodukte werden dorthin verkauft. Von großem Interesse sind jedoch auch neue Märkte wie Russland, Japan, Saudi Arabien und China, die trotz Wirtschaftskrise ein starkes Wachstumspotenzial aufweisen.

Die Exporte nach Russland zum Beispiel stiegen 2008 um gut 25 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Der Export von Schweinefleisch hat sich von 2003 bis 2008 fast um das siebenfache gesteigert. Auch der Käseexport stieg in den letzten Jahren um ein Drittel an.

Bei den Exporten nach China wurde im Jahr 2007 bereits ein Wert von 100 Mio Euro erreicht. Bei Milch- und Milcherzeugnissen konnte von 2003 bis 2008 eine Steigerung um das 22fache erzielt werden. Zwar sind die absoluten Summen noch gering (2008 knapp 1 Mio Euro), doch das weitere Wachstumspotenzial ist gewaltig.

Die Stärke der deutschen Agrarexporte liegt in ihrer Qualität

In der Vergangenheit wurde gelegentlich kritisiert, dass europäische Agrarexporte Märkte in Entwicklungsländern destabilisieren. Es ist darum wichtig zu betonen, dass zwischen deutschen Agrarexporten und einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum kein Widerspruch besteht.

Zum einen hat die EU ihr System von Exportbeihilfen in den letzten Jahren drastisch umgebaut, um genau solche Probleme zu verhindern und gerade Entwicklungsländern neue Exportchancen zu eröffnen. Zum anderen sind die wichtigsten Zielländer für deutsche Qualitätsprodukte insbesondere die Länder, in denen das Einkommen der Bevölkerung in den letzten Jahren schneller gewachsen ist als die Landwirtschaft: neben den USA also z.B. Russland, Japan, Südkorea, Norwegen oder die Vereinigten Arabischen Emirate.

Quellen: DBV Situationsbericht 2010, BVE, Eurostat External Trade


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Rückfragen bitte an das Institut für Landwirtschaft und Umwelt (ilu)
E-Mail: info@fnl.de


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